Ökologisch Bücher bestellen – so einfach!

Heute breche ich eine Lanze für meinen ersten Beruf. In grauer Vorzeit, 1998, habe ich meine Lehre als Buchhändlerin abgeschlossen. Noch heute profitiere ich von einigem dabei Gelernten. Und ich bestelle lieferbare Bücher ausschließlich lokal. Ökologischer geht es nicht:

Tägliche Lieferung in Kisten

Wenn Sie regelmäßig Bücher im Buchhandel kaufen, wissen Sie, dass die meisten Titel innerhalb von vierundzwanzig Stunden geliefert werden. Es sei denn, ein Verlag ist zu klein oder zu speziell für die Großhändler oder das Buch hat Lieferschwierigkeiten oder Sie haben zu spät am Tag bestellt. Früher gingen die Bestellungen meist gegen siebzehn Uhr spätestens raus. Aber sonst – heute bestellt, morgen da. Täglich fahren Lieferwagen von zentralen Lagern der Großhändler in die Städte und beliefern die Buchhandlungen. Dazu nutzen sie wieder verwendbare Kisten. Die Fahrer haben Schlüssel, stellen den Buchhändlern die Kisten in den Eingangsbereich des Ladens und düsen weiter zur nächsten Buchhandlung. Umgekehrt stellen die Händler nach Ladenschluss die nun leeren Kisten an die Tür. Die Fahrer tauschen diese gegen die vollen am nächsten Morgen um. Keine zusätzlichen Pakete nötig, ebenso fallen keine Verpackungen an.

Wenn Sie Ihr bestelltes Buch abholen und dafür eine Tasche mitnehmen, fällt noch weniger Müll an. Toll, oder?

Bücherkisten   der Großhändler versus Paketwahn

Der Vorzug Bücher lokal zu kaufen, liegt tatsächlich an den Bücherkisten der Großhändler. Da kommt kein Onlinehändler mit. Denn diese verschicken die Ware zwangsläufig per Paketdienst. Es fällt pro Paket und manchmal sogar pro Buch mindestens ein Kuvert an. Oft werden Titel einzeln in größeren Kartonagen versendet. Je mehr online bestellt wird, desto mehr Lastwagen verstopfen die Straßen. Zumindest bei regulär lieferbaren Büchern können Sie eine Ausnahme machen!


Silke Bicker

Moin, moin! Mein Name ist Silke Bicker. Als Autorin für Umweltkommunikation arbeite ich interdisziplinär in den Themenfeldern Nachhaltigkeit – Öffentlichkeitsarbeit – informelle Umweltbildung. Die Endverbraucher sind Laien, die Informationen und praktikable Methoden direkt in ihrem Alltag anwenden wollen. 💚 💙

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In meiner Zweigstelle NaturSicht-Magazin blogge ich über Topfgärten, Essbares vom Balkon und Stadtgrün.

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